Informationszeitalter

Information war schon immer das Zugrundeliegende jeglicher Entwicklung. Nur wer die Information hatte, konnte an den Rohstoffe und Techniken partizipieren. 

Der Begriff Informationszeitalter wird oft mit den Möglichkeiten der digitalen Weitergabe von Wissen oder Daten in Verbindung gebracht. Ähnlich wie die Vorstellung, ein Päckchen werde von A nach B gebracht. Wenn der Prozess des Weitergebens im Vordergrund stände, hieße es allerdings Transferzeitalter.

Information dagegen beinhaltet dass In Form Bringen, den Prozess des Formens, das Formgeben.

Daher ist es relevant mit was für Informationen wir uns umgeben. Informationen sind nicht nur Nachrichten, sondern jede Pflanze, jedes Lebewesen und jedes Ding strahlt Information ab.

Das Informationszeitalter sehe ich als Sturmzeit. Die Informationen umwehen und umwerben uns, sie bestürmen uns regelrecht, können uns umwickeln, zu Fall bringen oder aufbauen. 

Jede Information will Deine Aufmerksamkeit bekommen, alles kämpft um Deine Zeit und Bewusstheit. Wer sich nicht wehrt, wer passiv und unaufmerksam ist, wird von all dem Formenden ungewollt verformt.

Das Steinzeitalter bezeichnet eine Zeitspanne, in der vor allem die Verwendung von Stein als Werkstoff und Waffe vorherrschte. 

Im Bronzezeitalter ermöglicht der Werkstoff Kupfer, welcher durch Legierung zu Bronze weiterverarbeitet wurde, die Möglichkeit z.B. größere Schwerter statt Dolche anzufertigen. Bronzen weisen sehr gute Verschleißfestigkeiten, Gleiteigenschaften (wie leicht rutscht etwas über ein Material) und Korrosionsbeständigkeit auf, was zum Beispiel zur Herstellung von handlicheren und haltbareren Werkzeugen und Waffen führte.

Da Eisenvorkommen viel häufiger sind als Kupfer und Zinn, löst Eisen im sogenannten Eisenzeitalter, Bronze als wichtigsten Werkstoff ab. Es konnten nun härtere und schärfere Waffen sowie Werkzeuge erzeugt werden. 

Das Industriezeitalter repräsentiert die Massenherstellung von Produkten jeglicher Art und sorgt für einen immer ausgefeilteren Nutzen (mit gleichzeitigem Abbau) unserer Ressourcen. 

Oft wird darauf hingewiesen, dass der Wunsch nach Kriegsmaterial zur Entwicklung von besseren Techniken und Grundstoffen allgemein führte. Anders gesagt: Unserer Forschung werde getragen von dem Wunsch nach Wehrhaftigkeit und Angriff. Dies kann man aber so nicht sagen, da die Grundideen sehr wohl auch von Menschen mit praktikablen und verschönernden Visionen stammen. 

Es ist sinnvoll, sich bei der Ausrichtung auf ein Projekt zu fragen, ob es sich hier um Kampf und Angriff oder um Ästhetik, Freude und Heilung handelt. Diese Ausrichtung wirkt sich unterschiedlich aus.

Information war schon immer das Zugrundeliegende jeglicher Entwicklung. Nur wer die Information hatte, konnte an den Rohstoffe und Techniken partizipieren. 

Das jeder Entwicklung Zugrundeliegende, die Information, wird nun zum wichtigsten Rohstoff , Kriegsgerät oder Heilungsaspekt und führt uns endlich dazu, Information als solches zu untersuchen.